Freitag, 11. Dezember 2009

Buenos Aires 5.12.-7.12

Straßenmusiker auf der Feria. Die gibt es überall in Argentinien und sie sind meistens auch gut, meistens wird dann noch Werbung für ein Konzert gemacht, oder Cds zum Verkauf angeboten.

Feria Irgendwie sind hier viel mehr Menschen als in Córdoba, ist zwar ein wenig anstrengend, dafür gibt es aber auch viel mehr Stände.

Abends waren wir auf dem kostenlosen "Festival de Musica continental (4)"und haben dort schöne Musik gehört und getanzt.

Im bunten Viertel La Boca, ist alles auf Touris ausgerichtet. Es gibt Restaurants, Geschäfte mit Krimskrams, und Straßenhändler, alles überteuert. Vor diesem Restaurant, tanzten 3 Paare Tango, aber das hatten wir noch nicht gesehen, dass Männer zusammen einen ganzen Tanz tanzten.


Von La Boca ging es weiter zum Rio de la plata (Fluss des Silbers), dieser war aber absolut dreckig, man konnte keine 10 cm tief sehen und überall schwimmt Dreck, dementsprechend roch es da auch.
Mit diesen bunten Booten, in der Nähe vom Barrio La Boca, kann man vom einen Ufer zum anderen gerudert werden, da die andere Uferseite aber nicht so touristensicher ist, haben wir das nicht gemacht und sind kurze Zeit später mit dem Bus zum Hafen gefahren.
Ich hab mir ne schöne Hose auf der Feria gekauft, die ich am nächsten Tag auch gleich ausgeführt habe. Nach einigen Stunden laufen haben wir uns am Hafen (die Luft war besser) eine Pause gegönnt und das Wetter genossen.


Abschiedsbild mit Erika (USA) und ihrem Freund Ulli (ARG), bei denen wir 2 Nächte umsonst schlafen durften und die uns Buenos Airesein wenig gezeigt haben und viele nützliche Hinweise gaben. Zum Frühstück gabs immer Kaffee und frische Sachen vom Bäcker und am Sonntag haben wir auch wieder Asado gemacht.
Wir sind mit dem Bus nach bUenos Aires gefahren und haben dann am Busbahnhof auf Erika gewartet. Erika hat 3 Wochen bei uns in Córdoba gewohnt und ist mit einem anderen Bus gefahren, um noch eine Woche in Bs.As. zu bleiben. Am Busbahnhof haben wir erstmal jeder 2 Kaffee getrunken, da wir alle nicht wirklich viel im Bus schlafen konnten. Später haben wir noch einen Sturbucks ausfindig gemacht und da auch nochmal jeder einen Kaffee bestellt. Meiner stand aber komischerweise nicht mit auf der Rechnung, also habe ich meinen für umme bekommen.
Zurück sind wir mit dem Zug gefahren, da das billiger ist. Die Fahrt dauerte 15 h (Bus 9 h) und wollte kein Ende nehmen. Die Bänke waren zum sitzen zwar bequem, aber 15 h in der selben Position zuzubringen, ist dann doch nicht so toll. Ende vom Lied: Wir haben wieder wenig geschlafen, 2 Kunststudenten der Uni in Córdoba kennengelernt und kamen übermüdet und verspannt zu Hause an.
Nächstes Wochenende geht es wieder mit dem Zug nach Buenos Aires, dann aber um am Mittwoch, dem 23.12.2009 abends um 23:00 h in den Flieger nach Deutschland zu steigen.

Dienstag, 8. Dezember 2009

Zwischenbericht 1 für's DRK und BMZ

Seit zwei Monaten bin ich jetzt schon in Córdoba (Argentinien) und ich habe schon einige Erfahrungen gesammelt und einiges gelernt.
Ich wohne im Zentrum der Stadt und habe das Stadtleben hier schon kennengelernt, seien es Konzerte, am Wochenende ausgehen, Freunde treffen, mal einen Kaffee trinken oder auch shoppen.
Ich fahre jeden Tag mit dem Bus eine Stunde zur Arbeit und eine Stunde zurück. Im Bus trifft man immer wieder dieselben Leute. Das Busfahren hier ist auch anders, denn es gibt eine Chipkarte oder Münzen(Cospeles), wofür man dann eine Fahrkarte bekommt. Der Weg von der Bushaltestelle (Pfeiler auf dem der Busbuchstabe steht) zu meinem Projekt ist sehr staubig, deswegen habe ich immer schwarze Füße wenn ich nach Hause komme. In meinem Projekt besteht meine Aufgabe darin hauswirtschaftlichen Tätigkeiten nachzukommen und die Senioren zu beschäftigen.
Schon in den ersten paar Wochen waren Studenten der hiesigen Universität da, die ein Video gedreht haben und dafür alle Anwesenden interviewt haben. Da mein Spanisch zu dem Zeitpunkt noch nicht so gut war wurde ich auf Englisch befragt. Eine Kopie von dem Video bekomme ich noch.
Ein anderes Erlebnis
Anfangs hatte ich mit dem Zweiten ein Problem, da meine Spanischkenntnisse nicht ausreichten, um mich mit ihnen zu unterhalten und ich auch kein Wort verstand, wenn sie mir etwas sagen wollten. Mittlerweile klappt das schon besser. Ich habe auf Arbeit schon die Küche gemalert und in 2 Wochen werden wir noch ein anderes Haus in den Sierras malern.
Seit einem Monat habe ich Sprachunterricht, denn man lernt zwar auch durch die normale Kommunikation viel, aber um schneller mehr zu verstehen und auch selbst korrekt zu sprechen, empfand ich es als wichtig mir die Grammatik beibringen zu lassen. Es hat auch den Vorteil, dass die Lehrerin mir noch Ratschläge zum Umgang mit der Kultur und den Menschen gibt und auch viele andere Fragen beantwortet.
Ich bin zwar auch ein gemütlicher Mensch, der öfter mal zu spät kommt, aber im Vergleich zu den Argentiniern bin ich überpünktlich und ungeduldig. Gerade wenn man Pläne hat und nur nochmal schnell was einkaufen möchte, nervt das. Denn dann steht man an der Kasse und ja da steht man dann und wartet. Im Kiosk will man auch nur kurz was kaufen, weil der Bus gleich kommt und dann wird erstmal noch ein Gespräch angefangen. Mein schlechtes Gewissen, wenn ich zu spät komme muss ich mir auch noch abgewöhnen und angewöhnen zu spät loszugehen, weil man sonst mindestens eine halbe Stunde wartet.

Ich war mit einigen Freunden beim Manu Chao Konzert und es war absolut toll, es gab ca. eine Stunde lang Zugaben. Ein anderes tolles Erlebnis hatte ich die Woche davor, wo ich mit einem Bekannten bei einem Folklorekonzert von einem der bekanntesten argentinischen Folklorekünstler war.
Ich bin auch schon etwas gereist, ich war im Quebrada del Condorito (Nationalpark) und bin danach weiter in eine nahegelegene Kleinstadt gefahren, wo ich ein wunderschönes Wochenende verbracht habe. Ich war mehrmals im Fluss baden und haben einen Sonnenbrand bekommen und mich demzufolge die Woche darauf wie eine Schlange gepellt.
Ich habe hier angefangen Mate zu trinken. Sowohl in Teebeuteln, als auch auf die traditionelle Art. Mate mag ich sehr, ist aber auch etwas ganz anders als Kaffee. Ich vermisse Milchkaffees, Schwarzbrot und Pflaumenmus hier. Es gibt zwar einige Dinge hier zu kaufen, wie zum Beispiel Nutella, Krümeltee, Leberwurst und deutsche Kirschmarmelade, aber diese Dinge sind halt sehr teuer, da sie importiert werden.
Die Adventszeit geht los, aber hier bekommt man davon nichts mit, es gibt keinen Adventssonntag, Adventskranz oder Adventskalender. In den Straßen ist auch keine Weihnachtsdekoration, genauso wie in den Häusern. In den Geschäften wird man hier auch nicht so belagert wie in Deutschland. Ich selbst denke auch nicht viel an Weihnachten. Es fällt mir schwer, bei 30°C in eine weihnachtliche Stimmung zu kommen.