Mittwoch, 18. November 2009

Regen und dessen Folgen

Ich dachte ich hätte Dienstag abend mal wieder Grund zur Freude, denn es gewitterte wieder und mein Gedanke war, dass das Wasserproblem in der Provinz Cordoba vielleicht wieder geringer würden. Ob das der Fall ist werde ich morgen auf Arbeit mal Osvaldo fragen. Das Gewitter war heftig und hielt auch eine Weile an.
Das hatte einige unangenehme Folgen für uns. Zum einen standen die Zimmer von Sandra, Saskia und mir halb unter Wasser, weil hier irgendwo ein Rohr langgeht und das undicht ist. Wenn es dann zu viel regnet, fließt dann halt das Wasser in unsere Zimmer. Zum andern war der Abfluss verstopft und das Wasser vom Hof konnte nicht abflließen und lief in das Haus rein. Sprich das halbe Haus stand unter Wasser. Carlos hat dann den Abluss (es gibt 2 Öffnungen) von außen versucht zu leeren, hatte aber keinen Erfolg und öffnete dann den Zugang im Haus. Ab dem Moment hatte ich eine 10 Minuten anhaltende Gänsehaut, weil es so ekelig war. Aus diesem Abfluss strömten rund 20 Kakerlaken alle zwischen 2 und 5 cm groß. Ich fing dann aber an die Kakerlaken zu zertrampeln und mit einem Messer zu erschlagen- lieber tot als nachts in meinem Bett. Ich habe meinen Kakerlakenmordrekord gebrochen. Auf Arbeit habe ich in der Küche an einem Tag 10 Kakerlaken zermanscht (keine größer als 2 cm). Gestern waren es dann 13.
Carlos hatte dann den Arm bis zum Hals in diesem Abfluss um ihn zu reinigen und die Kakerlaken krabbelten auf ihm und um ihn herum! Wir 4 Mädels haben nicht nur einen Kreischer gelassen. Die Amerikanerin(Erika) hat auch 7 Kakerlaken zermanscht. Letztendlich hat Carlos dann endlos viel Schimmel aus dem Abfluss geholt und das Wasser (samt toter Kakerlaken) floss ab! das Haus war also trocken und Carlos hat erstmal sich und dann seine Sachen gewaschen. Heute morgen hat das Haus aber immernoch ekelig gerochen. Langsam geht es wieder. Da Carlos heute nach Patagonien gefahren ist, bin ich ganz froh, dass es gestern gewittert hat und nicht erst heute, denn dann hätten wir ein Problem gehabt.

der Hof im Regen

Wasser im Haus (das Schild hängt an der Hofwand und spiegelt sich im Wasser)
Die letzte Kakerlake- ich habe sie ertrinken lassen (ca 3,5 cm lang)
Dienstag

Montag, 16. November 2009

Komentare

Lustig, interessant oder cool anklicken kann ja jeder. Ich fänds gut, wenn auch mal ein paar Leute n Kommentar schreiben würden, dazu muss man sich nichtmal anmelden! Wenn ihr aber wollt, dass ich weiß wer geschrieben hat, dann einfach Name drunter.
Ich fänds halt interessant zu wissen, was ihr so über das denkt, was ich schreibe und die Fotos, die ich reinstelle!
Also ich freu mich auch mal von euch zu lesen!
Danke Tanja

Sonntag, 15. November 2009

Fotos zur Woche


Die Aktion Baum kürzen und ja das ist die Kettensäge die da hängt


Auf dem Charity-Konzert mit Hektor

Was für eine Woche

In der letzten Woche ist eine Menge passiert. Vom Montag hatte ich ja schon geschrieben. Am Mittwoch wurde bei mir auf Arbeit ein Baum gekürzt- warum hab ich nicht so ganz mitbekommen. Das sieht hier so aus: Jemand klettert mit einer Machete auf den Baum und hackt alle kleineren Äste ab. Für die Größeren wird dann mit einem Seil eine Kettensäge raufgezogen. Damit der Ast aber nicht einfach runter fällt wir vorher ein Seil darum geknotet und dann über einen anderen Ast gehangen und unten hängt sich dann jemand ins Seil, wenn der Ast fällt. Alles ungesichert versteht sich. Ich stand da und hatte teilweise Angst ich müsste gleich einen Krankenwagen rufen. Es ist alles fut gegangen, keiner ist vom Baum gefallen, keine abgesägten Finger, nur Ich bin rückwärts über einen von mir vorher zur Seite gezogenen Baumstumpf (damit keiner darüber fällt) gefallen- Ja typisch Tanja.
Am Abend hatten wir dann das erste Mal Sprachunterricht und es war gut. Es war eine lockere Atmosphäre und trotzdem lernt man etwas. Als wir dann nach Hause kamen, hatte Carlos ein Asado vorbereitet und 2 Voluntäre eingeladen-einen Rumänier und ein Mexikaner.Nach einem langen Tag bin ich tot ins Bett gefallen und war am nächsten morgen sehr überrascht Carlos schon oder noch am Computer sitzen zu sehen. Normalerweise ist morgens keiner außer mir außerhalb seines Bettes.
Am Freitag hat mir Osvaldo dann eröffnet, dass er übers Wochenende verreist und wir deswegen nicht nach Soto fahren. Er fährt dann mal unter der Woche und sagt mir dann Bescheid. Hallo es gibt auch Leute die ihr Wochenende planen. Aber gut meine Pläne konnte ich dann ja auch noch ändern.
Am Freitag abend bzw. die ganze Nacht hat es endlich geregnet. Ich hoffe, dass das Wasserproblem in der Provinz Córdoba nicht mehr so groß ist.
Ich beschloss mir einen schönen Abend zu Hause zu machen. Die Mädels waren zu einer Party eingeladen und ich hatte Pläne für Samstag. Nach knapp 6 h Schlaf würde ich dann vom Kreischen der beiden wach. KAKERLAKEN. Im Eingangsbereich lagen an die 10 halbtote 5 cm große Kakerlaken. Es kamen noch 3 lebendige dazu, die aber kurz vor ihrem Tod Bekanntschaft mit dem Abzieher machten, da Putzmittel nichts brachte. 2 Wassereimer später lagen sie auf der Straße. Die Mädels waren nicht in der Lage viel zu tun, da es sie zu sehr ekelte. Carlos war auch nicht da, also blieb nur ich. Kurz vorm (erneuten) Schlafengehen, haben wir noch Chlorreiniger im Eingangsbereich verteilt, in der Hoffnung, es würde die Kakerlaken zurückhalten. Am nächsten Morgen war auch alles gut. Wir hatten ein leckers Frühstück.
Nachmittags wurde ich dann von Hektor abgeholt. Er hatte mir eine Karte für eine Charity-Konzert besorgt, wo 2 in ganz Argentinien bekannte Bands spielten. Es war toll! Die Argentinier haben ihre eigene Art auf Konzerten, aber diese Art macht Spaß!
Danach sind wir zurück ins Casa gefahren, wo Saskia, Sandra, Eugenio und ein Kumpel von ihm schon ein Asado vorbereitet hatten. Nach dem wir alle gesättigt waren und zusammen einige Bier getrunken hatten, ging es dann los zu einer Retroparty in einem Club (Casa Babylon).Die Mädels fuhren nach knapp 2 Stunden nach Hause, weil sie zu müde waren (verständlich nach nur 4 h Schlaf). Es war eien witzige Nacht, die mit Madonna, Depeche Mode etc. begann und mit Elektro endete. Es wurden Haarreifen mit riesigen, neonfarbenen Hasenohren, Äxten, Messern, Biekrügen und Cocktailgläsern, sowie Plastehüte und Hawaiiblumenketten-alles in Neonfarben versteht sich- ausgeteilt. Ich hab lange nicht mehr so viel getanzt und dabei so viel Spaß gehabt. Als wir nach Hause wollten haben wir kein Taxi bekommen und sind deshalb den ganzen Weg gelaufen.
Heute ist mal wieder ein ruhiger Sonntag, an dem wir alle nur schreiben, Filme gucken und schlafen. Ich bin gespannt auf die nächste Woche!