Dienstag, 3. November 2009

Fotos und kochen

leider unscharf, aber ich find das Bild schön

Musiker auf dem Künstlermarkt, er hat mit einer kleinen Band zusammen gespielt- toll

Mein Geburtstag wird hier fett gefeiert, muss mich also nicht um ne Party kümmern

Dieses Beet hab ich gegossen

Am Montag habe ich das erste Mal auf Arbeit mit Osvaldo zusammen Empanadas (Teigtaschen mit Füllung) gemacht.Und es waren so viele, dass ich für Sandra und Saskia auch noch welche mit nach Hause nehmen durfte. Die beiden bestanden dann darauf, dass wir auch mal welche machen. Es hat Spaß gemacht und ich hab jetzt die richtige Technik dafür raus und die Vokabeln für Messer, Löffel, Gabel und Kelle im kopf fest verankert. Osvaldo hat auch ein paar Fotos gemacht, sobald ich diese habe, werde ich sie hochladen.
Außerdem wird am 15.11.09 ein anderes Casa de Ancianos in den Sierras eröffnet und Osvaldo möchte, das ich mitkomme!!! Ich muss zwar an einem Sonntag 3:45 Uhr aufstehen, damit wir dann um 9 Uhr da sind, aber ich freue mich schon unendlich darauf mal etwas von den Sierras und den Lebensumständen dort zu sehen. Gerade jetzt wo hier Dürre, Wassermangel und Feuer die Natur regieren, weil es für diese Jahreszeit zu warm ist und der Regen fehlt. In den ja nn schon 4 Wochen die ich hier bin hat es erst einmal geregnet und das auch nur für eine halbe Stunde!
Aber erstmal geht es dieses Wochenende in einen Nationalpark, ein nahegelegenes idyllisches Dorf und zu kleinen Wasserfällen mit Bademöglichkeit! Der Bericht kommt dann nächste Woche!

Montag, 2. November 2009

Freitag

Hab ganz vergessen vom Freitag zu erzählen. Am Freitag war es wieder abartig heiß, eigentlich viel zu heiß um sich überhaupt zu bewegen. Ich bin also zur Arbeit gefahren und als ich ankam, sah ich dass die Blumen unbedingt Wasser brauchten. Leider war der Gartenschlauch aber nicht lang genug um sie einfach zu gießen. Also mal kurz überlegt: Ah wir haben ja im Haus 2 Plastekrüge (je 1,5 l ). Ich bin eine halbe Stunde zwischen Beet und Schlauch hin und her gelaufen (ca 7m). Als ich fertig war, hatte sich natürlich auf dem Boden eine schön große Pfütze gebildet. Ich hab mich natürlich in die Matschpfütze gestellt un mich gefreut, wie ein kleines Kind als ich drin rumgelaufen bin.
Osvaldo kam raus und fragte, ob mich mit einkaufen kommen möchte. Ja, na klar gerne. Na dann komm, da steht schon das Auto, ein Freund nimmt uns mit. Ich hatte keine Zeit mir die Füße zu waschen und mein Portemnaie zu holen. Hab ihm auch gesagt, guck mal meine Füße an! Ach ist doch egal, war seine Antwort.
Also sind wir dann einkaufen gewesen, danach ging es noch zu seiner Tochter nach Hause und ich mit diesen dreckigen Füßen! Seine Tochter war aber erstmal garnicht da, sondern nur ihr Mann. Wir haben uns unterhalten und selbst den Mann, der in meinen Ohren komisch sprach, habe ich einigermaßen verstanden. Osvaldos tochter kam dann nach Hause und hat erstmal für alle Mate gemacht. Während wir Mate tranken und redeten wanderten ihe Blicke immer wieder zu meinen dreckige Füßen. Sie selbst hatte auch Fliflops an allerdings waren ihre Füße sauber. Mir war das so unangenehm und ich war froh, als wir wieder im Auto saßen.
Wir sind dann auch nochmal kurz in Villa Allende im Kinderheim vorbeigefahren. Dort wurden meine drekigen Füße garnicht beachtet. Einige Kinder kamen gleich auf uns zugestürmt. Meine Arbeit mit den Nonos macht mir Spaß, aber aufs Kinderheim freue ich mich auch schon!

Halloweenparty

Hektor und Sebastián
Sandra und Saskia am Posen(im Hintergrund Carlos)
selbstgebastelte Deko
Sandra und Ich

Es ist eine Erfahrung für sich bei gfühleten 40°C (später nur noch 35°C) Halloween zu feiern. Die Argentinier feiern Halloween auch nicht, deswegen kamen nur wenige Gäste ein wenig verkleidet. Hey aber die Deko war da und wir hatten ja auch unsere Hexen- und Zaubererhüte auf (mein Hut machte bei den Gästen die Runde).

Sonntag, 1. November 2009

Die letzte Woche...

Also fangen wir doch mal am Montag an, da Ist bei mir auf Arbeit eine neue Bewohnerin eingezogen. Dienstag war ein ereignisreicher Tag. Er begann damit, dass ich verschlafen habe und trotzdem pünktlich auf Arbeit ankam, nachdem ich im Bus mein Frühstück (3 Kekse) gegessen hatte. Auf dem Weg von der Bushaltestelle zum Casa de Ancianos wurde ich von 2 Zeugen Jehovas angesprochen. Sie versuchten mich von ihrer Meinung zu überzeugen, merkten aber sehr schnell, dass sie bei mir an der falschen Adresse waren.
Auf Arbeit habe ich dann beim Kochen und Putzen geholfen, als 3 Studenten kamen um mit allen Bewohnern und Mitarbeitern zu reden und sie vor laufender Kamera zu interviewen. Osvaldo(mein Chef) bekommt eine Kopie von dem Video und macht mir dann auch eine.
Das war mein Dienstag- allerdings sollte ich erwähnen, dass es der erste richtig heiße Tag war. Arbeiten und Busfahren bei gefühlten 45°C macht keinen Spaß, umso glücklicher war ich, als ich im Kühlen Casa ankam.
Am Samstag haben wir unsere Halloweenparty vorbereitet. Wir waren erst einkaufen und dann standen Saskia und ich in der Küche, während Sandra die Deko gebastelt hat. Ich habe Kartoffelsalat und Kürbissuppe gemacht( fanden dann alle lecker). Wir waren mit den Vorbereitungen und uns chick machen gerade fertig, als dann die Gäste anfingen einzutrudeln. Die Party war ein Erfolg und alle hatten Spaß. Ich hatte allerdings zum einen mit den Unterschieden zwischen der deutschen und der argentinischen Kultur zu tun und zum anderen mit einem Mann (Sebastián). Bei den Argentiniern benutzt man und nimmt man Dinge des Anderen ohne zu fragen und informiert den Anderen dann nur wennman Lust hat. Zum einen lief die Partymusik von und über meinen Laptop und ständig machte jemand irgendetwas daran (ich habe umsonst insgesamt 4 Playlists erstellt-allerdings nur eine gespeichert) und irgendwann hatte sich Hektor (ist öfter mal zu Besuch für ein oder zwei Tage) einfach bei meinen Zigaretten bedient. Als ich das mitbekam, habe ich ihn erstmal angeflaumt, mich dann aber entschuldigt, weil mir auffiel, dass es ein kultureller Unterschied ist und ich mich falsch verhalten habe. Der begriff Eigentum wird hier halt ganz anders definiert- hat einen ganz anderen Wert.
Nun zu Sebastián, ganz einfach, erhat mich den ganzen Abend belagert. Mal abgesehen vom Bad und meinem Zimmer ist er mir immer mit geringem Abstand überall hin gefolgt. Ich war froh wenn eine Konversation beebdet war und ich mich höflich verziehen konnte, aber es gab kaum Zeit zum Aufatmen. Ich geh tanzen, wer kommt hinterher und will mit mir tanzen? Ich geh rauchen, wer kommt hinterher? Ich geh zu Gästen um mich mit ihnen zu unterhalten, wer ist mit dabei? Der Typ war Ende 20 Anfang 30!
Ich hatte keine Ahnung wie ich ihm höflich mitteile, dass er mich nervt und ich kein Interesse an ihm habe! Aber ich hatte trotzdem jede Menge Spaß, den auch er kannte andere Leute-kam aber immerwieder zu mir zurück- und ich hatte Zeit um die Party zu genießen und mal wieder eine neue Playlist für die Gäste zu erstellen.
Gegen 5:00 Uhr waren dann auch die letzten Gäste auf dem Weg nach Hause. Saskia und ich haben dann noch 45 Minuten klar Schiff gemacht und sind dann auch todmüde ins Bett gefallen.
Sandra hat dann heute noch gefegt und gewischt, aber ansonsten haben wir heute einen ruhigen Tag gehabt. Wir haben zusammen lecker gefrühstückt (wenn auch ohne Kaffee) und den Tag über viel gequatscht und gelacht!