Sonntag, 1. November 2009

Die letzte Woche...

Also fangen wir doch mal am Montag an, da Ist bei mir auf Arbeit eine neue Bewohnerin eingezogen. Dienstag war ein ereignisreicher Tag. Er begann damit, dass ich verschlafen habe und trotzdem pünktlich auf Arbeit ankam, nachdem ich im Bus mein Frühstück (3 Kekse) gegessen hatte. Auf dem Weg von der Bushaltestelle zum Casa de Ancianos wurde ich von 2 Zeugen Jehovas angesprochen. Sie versuchten mich von ihrer Meinung zu überzeugen, merkten aber sehr schnell, dass sie bei mir an der falschen Adresse waren.
Auf Arbeit habe ich dann beim Kochen und Putzen geholfen, als 3 Studenten kamen um mit allen Bewohnern und Mitarbeitern zu reden und sie vor laufender Kamera zu interviewen. Osvaldo(mein Chef) bekommt eine Kopie von dem Video und macht mir dann auch eine.
Das war mein Dienstag- allerdings sollte ich erwähnen, dass es der erste richtig heiße Tag war. Arbeiten und Busfahren bei gefühlten 45°C macht keinen Spaß, umso glücklicher war ich, als ich im Kühlen Casa ankam.
Am Samstag haben wir unsere Halloweenparty vorbereitet. Wir waren erst einkaufen und dann standen Saskia und ich in der Küche, während Sandra die Deko gebastelt hat. Ich habe Kartoffelsalat und Kürbissuppe gemacht( fanden dann alle lecker). Wir waren mit den Vorbereitungen und uns chick machen gerade fertig, als dann die Gäste anfingen einzutrudeln. Die Party war ein Erfolg und alle hatten Spaß. Ich hatte allerdings zum einen mit den Unterschieden zwischen der deutschen und der argentinischen Kultur zu tun und zum anderen mit einem Mann (Sebastián). Bei den Argentiniern benutzt man und nimmt man Dinge des Anderen ohne zu fragen und informiert den Anderen dann nur wennman Lust hat. Zum einen lief die Partymusik von und über meinen Laptop und ständig machte jemand irgendetwas daran (ich habe umsonst insgesamt 4 Playlists erstellt-allerdings nur eine gespeichert) und irgendwann hatte sich Hektor (ist öfter mal zu Besuch für ein oder zwei Tage) einfach bei meinen Zigaretten bedient. Als ich das mitbekam, habe ich ihn erstmal angeflaumt, mich dann aber entschuldigt, weil mir auffiel, dass es ein kultureller Unterschied ist und ich mich falsch verhalten habe. Der begriff Eigentum wird hier halt ganz anders definiert- hat einen ganz anderen Wert.
Nun zu Sebastián, ganz einfach, erhat mich den ganzen Abend belagert. Mal abgesehen vom Bad und meinem Zimmer ist er mir immer mit geringem Abstand überall hin gefolgt. Ich war froh wenn eine Konversation beebdet war und ich mich höflich verziehen konnte, aber es gab kaum Zeit zum Aufatmen. Ich geh tanzen, wer kommt hinterher und will mit mir tanzen? Ich geh rauchen, wer kommt hinterher? Ich geh zu Gästen um mich mit ihnen zu unterhalten, wer ist mit dabei? Der Typ war Ende 20 Anfang 30!
Ich hatte keine Ahnung wie ich ihm höflich mitteile, dass er mich nervt und ich kein Interesse an ihm habe! Aber ich hatte trotzdem jede Menge Spaß, den auch er kannte andere Leute-kam aber immerwieder zu mir zurück- und ich hatte Zeit um die Party zu genießen und mal wieder eine neue Playlist für die Gäste zu erstellen.
Gegen 5:00 Uhr waren dann auch die letzten Gäste auf dem Weg nach Hause. Saskia und ich haben dann noch 45 Minuten klar Schiff gemacht und sind dann auch todmüde ins Bett gefallen.
Sandra hat dann heute noch gefegt und gewischt, aber ansonsten haben wir heute einen ruhigen Tag gehabt. Wir haben zusammen lecker gefrühstückt (wenn auch ohne Kaffee) und den Tag über viel gequatscht und gelacht!

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